Im vierten Bericht von „Lung Cancer Europe“ wurde untersucht, warum Lungenkrebs immer noch so häufig erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird und wie die Früherkennung in ganz Europa verbessert werden könnte.
Der Bericht untersuchte die Erfahrungen von Menschen, bei denen Lungenkrebs diagnostiziert wurde, darunter das Bewusstsein für Symptome, Verzögerungen bei der Inanspruchnahme und dem Erhalt einer Diagnose sowie die Interaktionen mit den Gesundheitsdiensten. Außerdem wurden das Wissen und die Einstellungen zur Lungenkrebsvorsorge zu einer Zeit beleuchtet, als sich Vorsorgeprogramme in ganz Europa gerade erst zu entwickeln begannen.
368 Personen
in der Hauptumfrage enthalten
18 Länder
in ganz Europa vertreten
7 Sprachen
für die Umfrage verwendet
Die Umfrage fand vom 5. August bis zum 23. September 2019 statt.Was in dem Bericht untersucht wurde
Symptome erkennen
Wie sich das Bewusstsein für Symptome, deren Deutung und deren Normalisierung darauf auswirken könnten, wann Menschen ärztlichen Rat einholen.
Der Weg zur Diagnose
Verzögerungen und Hindernisse zwischen dem ersten Auftreten der Symptome, dem Besuch bei einem Arzt, der Durchführung von Untersuchungen und dem Erhalt einer Diagnose.
Stigmatisierung und Risikowahrnehmung
Wie Angst, Stigmatisierung und Vorurteile darüber, wer an Lungenkrebs erkrankt, zu Verzögerungen beitragen könnten.
Lungenkrebs-Früherkennung
Was die Menschen über die Früherkennung wussten, wie sie deren Nutzen und mögliche Risiken einschätzten und welche Hindernisse die Teilnahme beeinträchtigen könnten.
„Jefrüher Lungenkrebs diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen und desto mehr Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl.“
Der Bericht kam zu dem Ergebnis, dass es an verschiedenen Stellen zu Verzögerungen bei der Diagnose kommen kann – vom Erkennen der Symptome über die Inanspruchnahme von Hilfe bis hin zur Überweisung, zu Untersuchungen und zur fachärztlichen Beurteilung. Außerdem wurden Stigmatisierung, mangelndes Bewusstsein und ungleicher Zugang zu Dienstleistungen als Hindernisse für eine frühzeitigere Diagnose identifiziert.
Was „Lung Cancer Europe“ gefordert hat
Frühere Diagnose
Das Bewusstsein für Risikofaktoren und Symptome von Lungenkrebs in ganz Europa stärken – mithilfe klarer, einheitlicher und nicht stigmatisierender Informationen, die übersetzt und an die jeweiligen Länder angepasst werden können.
Lungenkrebs-Früherkennung
Die Lungenkrebsvorsorge sollte in die europäische Krebsvorsorgestrategie aufgenommen werden, begleitet von einer besseren Aufklärung und Sensibilisierung, um die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen zu fördern.
Eine frühzeitigere Diagnose rückte auf der Tagesordnung nach oben
In einer Studie zu den Herausforderungen bei der Früherkennung und Vorsorgeuntersuchung von Lungenkrebs wurden die Hindernisse dokumentiert, mit denen Betroffene vor Erhalt einer Diagnose konfrontiert waren, und die Einstellungen zur Lungenkrebsvorsorge in ganz Europa untersucht.
Der 2019 veröffentlichte Bericht lieferte Erkenntnisse aus der Praxis für die zunehmende europäische Debatte über die Früherkennung und die Einführung organisierter Lungenkrebs-Früherkennungsprogramme.
Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen bei Lungenkrebs in Europa – 4. Bericht „Lung Cancer Europe“