Warum Biomarker-Tests bei allen Fällen von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zur Routine gehören sollten

Ein Wissenschaftler, der im Labor mit einer Pipette arbeitet und dabei ein Probenröhrchen handhabt; im Hintergrund sind Testgeräte und Genomdaten zu sehen.

Warum Biomarker-Tests bei allen Fällen von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs zur Routine gehören sollten

Eine neue groß angelegte Studie hat die Argumente für umfassende Biomarker-Untersuchungen bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs deutlich untermauert.

Die im „Journal of Thoracic Oncology“ veröffentlichte Studie analysierte molekulare Profildaten von 82.328 Menschen mit Lungenkrebs und ist damit der bislang größte veröffentlichte Datensatz dieser Art. Die Ergebnisse zeigten bei insgesamt 35,1 % der Fälle behandlungsrelevante genomische Veränderungen, darunter 45,8 % bei Adenokarzinomen, 40,9 % bei adenosquamösen Karzinomen und 29,1 % bei sarkomatoiden Karzinomen.

Dies untermauert die Argumente für eine Untersuchung, die über die engen Annahmen hinausgeht, die die Praxis nach wie vor prägen können. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Prävalenz von Biomarkern über viele histologische Subtypen hinweg ausreichend ist, um bei allen Fällen von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) eine Biomarker-Untersuchung in Betracht zu ziehen.

Dies ist für Menschen in ganz Europa von Bedeutung. Biomarker-Tests helfen dabei, Behandlungsentscheidungen zu treffen, zielgerichtete Einflussfaktoren zu identifizieren und eine Präzisionsmedizin zu ermöglichen. Der Zugang ist jedoch nach wie vor ungleich verteilt, und Patienten können benachteiligt werden, wenn sich die Tests verzögern, durch lokale Praxisbeschränkungen eingeschränkt sind oder nicht ordnungsgemäß in die Diagnosepfade integriert sind. Lung Cancer Europe hat sich konsequent für einen zeitnahen und gerechten Zugang zu Innovationen, einschließlich Biomarker-Tests, sowie für eine genaue und zeitnahe Diagnose als grundlegenden Bestandteil einer guten Lungenkrebsversorgung eingesetzt.

Die Botschaft dieses Datensatzes ist eindeutig: Umfassende Biomarker-Untersuchungen bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) sollten nicht als optional oder selektiv betrachtet werden. Wenn diese Untersuchungen dazu beitragen, den nächsten Schritt in der Behandlung zu bestimmen, müssen sie frühzeitig und routinemäßig durchgeführt werden.

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