Der Mangel an Ifosfamid gefährdet die Krebsbehandlung
Ifosfamid -Lieferungen in ganz Europa gefährdet
Einige Lungenkrebspatienten in ganz Europa stehen vor einer großen Herausforderung, nachdem sich bestätigt hat, dass es weiterhin an Ifosfamid mangelt, einem Chemotherapeutikum zur Behandlung von Lungenkrebs und anderen Krebsarten.
Die Europäische Arzneimittelagentur bestätigte den Engpass am 13. Februar 2026. Es wird erwartet, dass die Liefermengen mindestens bis zum ersten Quartal 2027 stark eingeschränkt bleiben werden.
Der Engpass betrifft alle EU- und EWR-Mitgliedstaaten. Er hängt mit einem technischen Problem an einem von Baxter betriebenen Produktionsstandort zusammen sowie mit Verbesserungsmaßnahmen, die nach einer behördlichen Inspektion im September 2025 erforderlich wurden. Das Problem steht in keinem Zusammenhang mit der Qualität oder Sicherheit des Arzneimittels selbst.
Ifosfamid, das unter Markennamen wie Holoxan, Tronoxal und Mitoxana vertrieben wird, wird in Kombinationschemotherapien bei Lungenkrebs und verschiedenen anderen Krebsarten eingesetzt, darunter Sarkome, Lymphome, Hodenkrebs und Eierstockkrebs. Eine eingeschränkte Verfügbarkeit kann zu Verzögerungen bei der Behandlung oder zur Notwendigkeit alternativer Therapien führen.
Die EMA-Lenkungsgruppe für Arzneimittelengpässe beobachtet die Lage und arbeitet mit Herstellern und nationalen Zulassungsbehörden zusammen, um Beeinträchtigungen zu minimieren. Medizinischem Fachpersonal wird empfohlen, vor Beginn einer Behandlung die Verfügbarkeit der Arzneimittel zu überprüfen.
Lung Cancer Europe empfiehlt allen, die Bedenken hinsichtlich ihrer Behandlung haben, sich direkt an ihr Onkologieteam zu wenden. Weitere aktuelle Informationen sind bei den nationalen Arzneimittelbehörden und der Europäischen Arzneimittelagentur erhältlich.