Wie „Athena. Women Against Cancer“ sich weiterhin für den Zugang zur Lungenkrebsbehandlung in der Ukraine einsetzt

Rotes Logo auf weißem Hintergrund von Athena. Frauen gegen Krebs in der Ukraine

Als der Krieg die Gesundheitssysteme in der gesamten Ukraine lahmlegte, ließ sich die Nichtregierungsorganisation „Athena. Women Against Cancer“ nicht aufhalten. Die Organisation, die 2017 mit dem Ziel gegründet wurde, allen Menschen gleichen Zugang zu Krebsbehandlungen zu ermöglichen, hat sich auch während der Verschärfung des Konflikts weiterhin für ihre Ziele eingesetzt, sich engagiert und konkrete Hilfe geleistet.

Kseniia Yesina und das Team von „Athena Women Against Cancer“ setzten sich dafür ein, die Liste der durch staatliche Mittel finanzierten Krebsmedikamente zu erweitern, und arbeiteten direkt mit klinischen Experten und politischen Entscheidungsträgern zusammen, um auf die Bedürfnisse von Menschen mit Lungenkrebs im ganzen Land aufmerksam zu machen.

Was sie erreicht haben

Ihre Bemühungen haben zu greifbaren Ergebnissen geführt. Menschen mit Lungenadenokarzinom haben nun erstmals im Rahmen der öffentlichen Beschaffung Zugang zu Therapien wie Brigatinib und Atezolizumab – Behandlungen, die zuvor nicht staatlich finanziert wurden.

Darüber hinaus haben verstärkte Investitionen im Gesundheitswesen die Anschaffung von mehr als 20 Linearbeschleunigern und Diagnosegeräten in onkologischen Zentren in der gesamten Ukraine ermöglicht, wodurch sich der Zugang zur Strahlentherapie und zur modernen Krebsversorgung landesweit erheblich verbessert hat.

Die Organisation führte außerdem NGS-Tests für Menschen in der Ukraine durch, die an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs leiden, und trug so dazu bei, dass diejenigen, die eine gezielte Behandlung benötigten, Zugang zu den richtigen Behandlungsmöglichkeiten erhielten.

Was andere Organisationen daraus lernen können

Bei der Präsentation ihrer Arbeit im Rahmen einer kürzlich von Lung Cancer Europe organisierten Peer-Learning-Veranstaltung stellte Athena drei Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen vor.

Auch in einer Krise ist eine wirksame Interessenvertretung möglich. Organisationen haben die Möglichkeit, die Gesundheitspolitik und Finanzierungsentscheidungen zu beeinflussen – selbst unter erheblichem Druck und bei knappen Haushaltsmitteln.

Evidenz und die Einbindung von Experten sind entscheidend. Die Vorlage von Daten, der Vorschlag konkreter Maßnahmen und die Einbeziehung klinischer Experten untermauern die Argumente für einen Wandel.

Ein kontinuierlicher Dialog mit den Entscheidungsträgern ist von entscheidender Bedeutung. Durch eine konsequente Zusammenarbeit mit den politischen Entscheidungsträgern kann sichergestellt werden, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Lungenkrebs zu spürbaren Verbesserungen beim Zugang zur Behandlung führen.

Ein Modell für das Netzwerk

Athenas Arbeit macht deutlich, dass Fortschritt selbst unter schwierigsten Umständen möglich ist und dass ein beharrliches, evidenzbasiertes Engagement den Zugang zu Leistungen und deren Ergebnisse entscheidend verbessern kann.

Die Arbeit von „Athena Women Against Cancer“ ist eine Inspiration für das gesamte Netzwerk von Lung Cancer Europe.

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